Rezensionsexemplare | Was muss ich beachten?

Heute soll es ma um ein anderes Thema gehen: Rezensionsexemplare. In meinen Beiträgen markiere ich immer welche Bücher mich als solches zu gesandt wurde. Wie auch du Rezensionsexemplare erhalten kannst, darum soll es heute gehen. Denn wenn man sich einmal ein bisschen damit beschäftigt hat, ist das gar nicht mehr so kompliziert wie es anfangs aussieht.

Was ist ein Rezensionsexemplar?

Exemplar einer Neuerscheinung, das der Verlag als Freiexemplar an mögliche Rezensenten und Rezensentinnen verschickt.

https://www.duden.de/rechtschreibung/Rezensionsexemplar

Das heißt, du bekommst eine Printausgabe, ein eBook oder ein Hörbuch kostenlos zur Verfügung gestellt, damit du es lesen/hören und rezensieren kannst. Wichtig zu sagen ist auch: Es ist kein Geschenk. Du wirst zwar nicht mit Geld bezahlt, wenn du es rezensiert hast. Aber du wirst quasi für eine Rezension mit dem Buch bezahlt.

Woher bekommt man Rezensionsexemplare?

Inzwischen gibt es dafür verschiedene Möglichkeiten, vor allem in Zeiten des Internets. Besonders für Blogger gibt es ein großes Angebot, aber auch für Nicht-Blogger. Es gibt LovelyBooks, Vorablesen, Lesejury, Netgalley und vermutlich noch einige mehr, die ich noch gar nicht kenne. Das sind alles Plattformen auf denen an Mitglieder Bücher regelmäßig verlost werden. Um diese dann zu besprechen in einer Leserunde und anschließend eine Rezension auf dieser Plattform und eventuell auch auf anderen zu veröffentlichen.

Möglichkeiten als Blogger

Vom Autor
Manche Autoren gehen direkt auf Blogger zu und fragen, ob sie nicht das Buch lesen und rezensieren möchten. Vor allem Selfpublisher oder Autoren aus kleineren Verlagen bekommen in der Regel weniger Aufmerksamkeit.

Und wenn du auf ein solches Buch aufmerksam wirst und dich dafür interessiert, kannst du dem Autor auch eine freundliche Mail schreiben und fragen, ob er ein Exemplar zusendet, damit du es lesen und rezensieren kannst.

Vom Verlag
Auf der Internetseite der verschiedenen Verlage findest du meistens einen Ansprechparnter für Blogger. Um einige Fragen schon zu umgehen, findest du in der Regel auch einen Reiter mit Blogger und dort wird erklärt, welche Voraussetzungen du haben solltest, um ein Rezensionsexemplar anfragen zu können.

Wenn dein Blog schon etwas an Bekanntheit erreicht hat, kommt eventuell auch ein Verlag auf dich zu, aber das passiert vermutlich in den wenigsten Fällen. Mich persönlich hat ein kleiner, recht unbekannt Verlag angeschrieben, denn ich bis zu diesem Zeitpunkt auch nicht kannte. Und im Endeffekt war es ein Buch, welches ich so wahrscheinlich nie gesehen hätte, obwohl mir das Buch richtig gut gefallen hat.

Über Portale
Inzwischen findet man wirklich viele Portale, auf denen du Rezensionsexemplare anfragen kannst. Manche verlangen einen Blog, andere wiederum nicht. Da musst du dich ein bisschen auf der Seite umschauen und herausfinden, was erforderlich ist.

Ich schaue zum Beispiel regelmäßig beim Bloggerportal vom Randomhouse vorbei, in der Bloggerjury von Bastei Lübbe, auf Netgalley wobei es da nur eBooks gibt. Nicht immer bekommt man das Buch zugesagt, denn der Verlag hat nur ein begrenztes Kontingent.

Was muss ich bei Rezensionsexemplaren beachten?

Der erste Kontakt
Die unkompliziertere Variante ist, wenn du Bücher über eins der Portale anfragst. Meist musst du dort nur einige Klicks machen, deine Kontaktdaten eingeben und dann darauf warten, ob dir das Exemplar zugesichert wird oder nicht.
Wenn du von dir aus einen Verlag anschreibst, gilt wie immer alle Höflichkeitsformen zu beachten. Sprecht euren Ansprechpartner mit Namen und einer vernünftigen Anrede an, Siezen und eine höfliche Schlussformel. Stelle dich und deinen Blog kurz vor und sagt deutlich, was du möchtest, am besten auch mit angeben, warum es für deinen Ansprechpartner positiv wäre.

Einen guten ersten Eindruck macht die E-Mail Adresse, also nicht so was wie KleineHexe98@abc.de. Wähle eher etwas mit deinem Blognamen, wie Blogname@abc.de oder falls es dir möglich ist auch abc@blogname.de. Das ist dir freigestellt, aber wenn der Blogname enthalten ist, macht das von Beginn an schon einen guten Eindruck.

Vor der Rezension
Bevor du zusagst eine Rezension zu schreiben, sei dir über die Vorgaben im Klaren. Zum Beispiel bis wann die Rezension erschienen sein soll, wie lang sie sein soll, ob eventuell bestimmte Punkte besprochen werden sollen.
Und falls du mehrer Rezensionsexemplare angefragt hat, solltest du dir im Klaren sein, dass du die Rezensionen fristgerecht abgeben kannst. Nicht das du irgendwann in Zeitdruck gerätst und nur noch schnell schnell liest und rezensierst. Manchmal werden auch bestimme Links gefordert, die in die Rezension eingebaut werden sollen.

Von Verlag zu Verlag gibt es Unterschied, wie mit schlechten Rezensionen umgegangen wird. Wenn du dir nicht sicher bist, frage am besten nach, da bist du auf der sicheren Seite. Meiner Meinung nach ist aber auch eine schlechte Bewertung und Rezension hilfreich für andere Leser. (Über Rezensionen gibt es demnächst auch einen Beitrag. Gedulde dich noch ein bisschen.)
Denn wenn du Kritik an einem Buch ausübst, mache das und begründe auch, was die nicht gefallen hat, wie auch was die gefallen hat. Aber auch das sollte alles höflich sein. Denn nur mit einer Begründung können das Leser der Rezension auch nachvollziehen.

Die Rezension
An dieser Stelle will ich gar nicht so viel Zeit verlieren, denn ich werde einen separaten Blogbeitrag schreiben, wo es nur um Rezensionen gehen wird.

Manchmal ist es für Rezensionen hilfreich sich während dem Lesen schon Punkte aufzuschreiben. Um nach dem Lesen einen besser Überblick zu haben und die Rezension geht einem meist leichter von der Hand, weil man nicht so viel nachdenken muss.

Beim Schreiben der Rezension sollte nicht nur der Inhalt der Geschichte zusammengefasst werden. Denn es geht um deine Meinung zum Buch.
Einige Informationen sind ein Nice-to-Have aber kein Muss. Auch Links die direkt zum Verlag und dem Buch gehen sind kein Muss, aber immer ganz nett, weil so der Leser direkt zum Buch gelangt und es sich dann sofort kaufen kann, ohne lang suchen zu müssen.

Ob du Buchcover und Autoren verwendet darfst, musst du entweder nachfragen oder bei den Portalen steht es meistens schon dabei. Ohne eine Erlaubnis darfst du es nicht einfach auf deinem Blog veröffentlichen.

Wenn man es genau nimmt, sind Rezensionen Werbung. Denn du wurdest für eine Rezension mit einem Buch bezahlt. Daher gehört es vermutlich gekennzeichnet. Ich persönlich kenne aber keinen Fall, wo jemand bei nicht Kennzeichnung abgemahnt wurde.
Aus Transparenzgründen der Leser gegenüber, würde ich es als solches auch kennzeichnen. So ist man auf der sicheren Seite und der Leser weiß auch darüber Bescheid.

Nach der Rezension
Rezensionsexemplare dürfen nicht verkauft werden, also solltest du dir vorher schon überlegen, was du mit diesen Büchern machst.
Oftmals sind Bücher auch als solches markiert, ebenfalls die eBooks.

Natürlich darfst du sie verschenken oder in Bücherzellen stellen. Tauschen ist meiner Meinung nach auch erlaubt.

Kompliziert?!

Ja, anfangs fühlt man sich von all dem erschlagen und weiß gar nicht wo man anfangen soll. Wenn man sich mit den verschiedenen Optionen auseinander gesetzt hat, wird es leichter. Und je öfter man ein Rezensionsexemplar angefragt hat, wird es auch noch mal einfacher.

Wichtig ist nur, dass man nicht zu viele Exemplare anfragt, sonst kommt man nicht mehr hinterher und wird den Rezensionen nicht mehr gerecht.
Und ganz wichtig, das soll alles noch Spaß machen und nicht zum Zwang werden. Und wenn du keine Rezensionsexemplare anfragen willst, ist das auch völlig in Ordnung.

Nicht immer ist die Reichweite wichtig. Vor allem bei den Portalen spielt es meistens keine große Rolle oder auch bei Plattformen, auf denen Bücher verlost werden. Ich habe auch keine große Reichweite und trotzdem bekomme ich das ein oder andere Rezensionsexemplar.

Mich würde jetzt noch interessieren, wie deine Erfahrungen mit Rezensionsexemplaren sind!

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